Zwei Tage, zwei besondere Begegnungen und eine gemeinsame Botschaft: Menschen mit Behinderung haben das Recht auf gute Arbeit, faire Bezahlung und echte Teilhabe.
Am 15. September 2026 gingen wir mit rund 400 Beschäftigte aus Hamburger Werkstätten auf die Straße. Auf dem Rathausmarkt waren wir laut, sichtbar und entschlossen. Unsere Forderung war klar und unüberhörbar:
Wir verdienen mehr!
Denn seit Jahren wird den Beschäftigten in Werkstätten ein höheres Entgelt und eine Weiterentwicklung des Werkstatt-Systems versprochen. Der Aufruf der Werkstatträte Hamburg macht deutlich: Es braucht endlich konkrete Veränderungen – darunter eine Erhöhung des Entgelts, eine Reform der Werkstätten und bessere Möglichkeiten für eine selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben.
Die Demonstration hat diese Forderungen eindrucksvoll in die Öffentlichkeit getragen. Viele Beschäftigte haben gemeinsam Gesicht gezeigt und deutlich gemacht, dass Inklusion kein Märchen ist. Auch unsere erste Vorsitzende hat am Rednerpult klare Worte gefunden:
„Es braucht JETZT eine Reform und Inklusion ist kein Märchen, sondern unser Recht!“
Auch die Presse war gut vertreten. Damit wurde deutlich: Die Themen der Beschäftigten gehören in die öffentliche und politische Diskussion.
Zu Gast in der Barner 16:
Am nächsten Tag ging es für uns in die Barner 16. Dort durften wir eine ganz besondere WfbM kennenlernen und erleben, wie vielfältig und kreativ Arbeit in einer Werkstatt gestaltet werden kann.
Kunst, Videoproduktion und Musik gehören hier zum Arbeitsalltag. Verschiedene Bands zeigen eindrucksvoll, welche Talente und Ausdrucksmöglichkeiten in den Beschäftigten stecken.
Besonders beeindruckt hat uns dabei nicht nur die kreative Vielfalt, sondern vor allem die Art und Weise, wie dort zusammengearbeitet wird: offen, flexibel und auf Augenhöhe. Unterschiedliche Interessen, Fähigkeiten und Ideen bekommen Raum. Arbeit wird nicht als starres Konzept verstanden, sondern als etwas, das sich an den Menschen und ihren Möglichkeiten orientiert.
Dieser Besuch hat uns gezeigt, welches Potenzial in einer modernen und offenen Werkstattarbeit steckt.
Wir nehmen aus diesen beiden Tagen viele Eindrücke, spannende Gespräche und vor allem eine klare Botschaft mit:
Inklusion ist kein Märchen. Sie muss gestaltet, ermöglicht und gelebt werden.
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