Werkstatträte fordern echte Mitbestimmung
Zum „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ am 5. Mai setzen Betroffene ein klares Zeichen: Menschen-Rechte sind nicht verhandelbar.
Wir sagen: Selbstvertretungs-Rechte ebenso wenig.
„Selbst-Vertretung ist nicht verhandelbar“ – so lautet die wichtige Botschaft eines Films, den Werkstatträte Deutschland e.V. und seine Mitglieder zum heutigen Protest-Tag veröffentlichen.
Selbst-Vertretung wird in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen vor allem durch Werkstatträte und Frauenbeauftragte ausgeübt. Sie setzen sich für die Interessen ihrer Kollegen und Kolleginnen ein.
Doch ihre Rechte werden noch immer zu oft missachtet oder nicht ausreichend ernst genommen.
Deshalb dieser Film: Er zeigt, warum Selbst-Vertretung so wichtig ist!
Werkstatträte und Werkstatt-Beschäftigte aus ganz Deutschland kommen zu Wort und sagen:
- was Werkstätten ohne Selbst-Vertretung wären,
- was Selbst-Vertretung für den Einzelnen bedeutet,
- warum das Recht auf Selbst-Vertretung nicht verhandelbar ist,
- warum Selbst-Vertretung gestärkt werden muss,
- und weshalb die Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung (WMVO) verbessert werden sollte.
Sie machen deutlich: Mitbestimmung muss im Alltag spürbar sein. Es reicht nicht, wenn es sie nur auf dem Papier gibt. Werkstatträte fordern, gehört und ernst genommen zu werden.
Das heißt: Die Vorgaben der WMVO müssen konsequent umgesetzt werden.
Darüber hinaus braucht es eine Weiter-Entwicklung der WMVO, damit echte Mitbestimmung in allen Werkstätten gelebt werden kann.
Gerade im aktuellen politischen und gesellschaftlichen Klima, in dem Rechte von Menschen mit Behinderung infrage gestellt werden, finanzielle Kürzungen in der Eingliederungs-Hilfe drohen und Beleidigungen gegenüber Menschen mit Behinderung im Alltag zunehmen, ist Selbst-Vertretung wichtiger denn je.